Unsere Geschichte
Wir haben einen Ort geschaffen, der uns früher gefehlt hat.
Meine Geschichte begann nicht mit dem Unternehmertum, sondern mit dem Wunsch, sich beim Essen sicher zu fühlen.
Meine Geschichte begann nicht mit dem Unternehmertum. Sie begann mit gesundheitlichen Problemen schon in der Kindheit.
Als Kind hatte ich lange Verdauungsbeschwerden, die niemand richtig löste. Erst mit vierzehn zeigte sich eine nicht diagnostizierte Zöliakie. Zwischenzeitlich brach bei mir eine Autoimmunerkrankung aus und mein Körper begann zu versagen. Es lag nicht an Stress oder einem „schwachen Magen“ — es lag am Essen, das ich nicht vertrug, ohne dass es jemand wusste.
Nach und nach kamen weitere Unverträglichkeiten und Allergien hinzu: zuerst Laktose, dann Milcheiweiß, später Soja und sogar Stärke. Als ich heranwuchs, gab es in den Geschäften praktisch kein sicheres Gebäck für mich. Glutenfreie Produkte basierten auf Stärke, die mein Körper nicht verdauen konnte.
Von dreizehn bis zwanzig mied ich Gebäck völlig. Ich lernte, anders zu essen — einfach, rein, ohne Mehl, ohne Ersatz. Es war eine Notwendigkeit, kein Trend.
Mit zwanzig wurde ich mit dem ersten Kind schwanger, drei Jahre später mit dem zweiten. Beide Töchter hatten schon in den ersten Lebensmonaten starke Koliken und schwere Hautprobleme. Nachts kratzten sie sich blutig. Lange wussten wir nicht, warum.
Bei der älteren Tochter bestätigte sich keine Zöliakie, doch nach langem Suchen fanden wir eine Weizenallergie. Dinkel vertrug sie jedoch. Zugleich vertrug sie weder Laktose noch Milcheiweiß — ihre Ernährung musste eine Kombination aus Dinkelgebäck und veganen Produkten sein.
Die jüngere Tochter erbte hingegen die Zöliakie. Gluten war für sie völlig ausgeschlossen.
Und da war ich an dem Punkt, den viele Eltern von Kindern mit Unverträglichkeiten kennen: In den Geschäften gab es nichts, was für beide Kinder geeignet war. Entweder war das Produkt glutenfrei, enthielt aber Milch. Oder es war milchfrei, enthielt aber Weizen oder Gluten.
Mir blieb nichts anderes übrig, als selbst zu backen. Nicht, weil ich ein Geschäft wollte. Sondern weil ich wollte, dass meine Kinder sicher essen können. Und sich nicht ausgeschlossen fühlen müssen.
Aus dem Hausbacken wurde eine Leidenschaft, aus der Leidenschaft Erfahrung und aus der Erfahrung eine Produktion. Heute backe ich für Menschen, denen es ähnlich geht wie uns damals — für die, die sich keine Kompromisse leisten können.
Unsere Produkte entstehen aus Respekt vor dem Körper, der Gesundheit und dem Gefühl, sich beim Essen sicher zu fühlen. Und unser Café ist ein Ort, an dem man sich endlich hinsetzen und ohne Angst wählen kann.
Denn ich weiß, wie es ist, keine Wahl zu haben.

Wir haben einen Ort geschaffen, der uns früher gefehlt hat.
